Geht man davon aus, dass wir im Training mit dem Hund tierschutzkonform arbeiten wollen, sollte positive Verstärkung bzw. negative Bestrafung angewandt werden. Im ersten Fall gibt es also eine Belohnung, im zweiten bleibt die Belohnung aus.

 Arten von Belohnung 

  •  Primäre (angeborene) Verstärker   Futter, Wasser, Sozialkontakte, Sicherheit     

Sie entstammen aus den angeborenen Bedürfnissen des Hundes, die, wenn sie befriedigt werden, beim Hund Zufriedenheit auslösen. Voraussetzung ist, dass das Bedürfnis vom Menschen erkannt wird oder hergestellt werden kann. Die Wirkung lässt  nach, wenn das Bedürfnis gestillt ist oder mit stärkeren Bedürfnissen konkurrieren muss. Beispiel: der Rüde erhält das Signal "Sitz", führt das Kommando aus, das angebotene Futter interessiert nicht, er läuft zur läufigen Hündin.

  •  Sekundäre (erlernte) Verstärker    Lob, Streicheln, Spiel, Aktivität

Sie sind erlernt und mit angenehmen Emotionen besetzt, die aus den primären Verstärkern stammen. Nur durch systematisches Training und ein gutes Timing vom Trainer können sie erzeugt werden, dafür wirken sie beim Hund unabhängig vom momentanen Bedürfnis und wirken rasch und exakt.

 Auswahl von Belohnung

Futter    

  • kleine, weiche, geruchsintensive Brocken
  • unterschiedliche Futterqualität verhütet      Desinteresse  des Hundes an  der Futtergabe
  • bei Superleistung gibt es einen "Jackpot" mit Lieblingsleckerli

Vorteil ist, das diese Art des Futtererwerbs - Stück für Stück- und nach erbrachter Leistung typisch für ein Raubtier wie den Hund ist. Außerdem betont der Mensch seine Stellung als Ressourcenhalter.

andere Möglichkeiten     

  • alles was dem momentanen inneren Antrieb entgegen kommt
  • z.B. Wasser reichen
  • Ball-, Jagdspiel

 Regeln beim Belohnen

  • Körpersprache: kein Beugen über den Hund
  • Streicheln von Brust und Kehle und seitlicher      Halsgegend
  • Bekleidung: keine lose hängenden Kleidungsstücke oder Leinen      
  • Futtertasche sollte  den Hund nicht ablenken und zum Betteln verführen
  • Timing: zuerst loben, dann nach Futter greifen
 

 

lerntheorie

 

belohnungen