Eine gute Möglichkeit in der Erziehung des Hunds Fortschritte zu machen, bietet die Anwendung des Clickertrainings.

Ein Clicker ist nichts anderes als eine Art von Knackfrosch, der -je nach Bauart- beim Betätigen ein mehr oder weniger lautes Geräusch ertönen lässt, eben den "Click".

Für den Hund ist es wichtig, in genau dem Moment belohnt zu werden, in dem er das erwünschte Verhalten zeigt. Der Click gibt Zeit, die Belohnung, also das Futter aus der Tasche zu holen und dem Hund zu geben. Außerdem ist er schneller und emotionsneutraler zu gebrauchen als die menschliche Sprache und aus der Entfernung einzusetzen.

Clickertraining basiert auf klassischer Konditionierung, was heißt: ein bedeutungsloser Reiz wird mit einem bedeutungsvollen Reiz gekoppelt. Zunächst wird der Click als neutraler Reiz mit dem Futter als primärem Verstärker mehrmals verbunden. Nach einigen Wiederholungen ("Anclickern") wird der Cick zum sekundären Verstärker, der bereits die gleiche Reaktion auslöst wie der  bisherige primäre Verstärker -das Futter. Der Click funktioniert als Ankündigung für das Futter und als Antrieb für das erneute Zeigen der erwarteten Aktion des Hundes. Automatisch wird eine Verbindung zwischen Handlung, Zeitpunkt und Belohnung (Futter) für den Hund hergestellt.

Ein Click sagt dem Hund: du hast das Richtige im richtigen Moment gemacht, du bist gut und bekommst dafür eine Belohnung. Daraus entsteht für ihn eine Erwartungshaltung, er wird das gezeigte Verhalten wiederholen, es durch Übung verfestigen und in sein Verhaltensrepertoire aufnehmen.

Folgt der Ankündigung - dem sekundären Verstärker (Click) keine Belohnung mehr, so wird die erlernte Bedeutung wieder gelöscht und mit Neutralität  erfüllt oder gar mit Frust verbunden.

 Frust verbunden.

 

 

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