Eine gute Sozialisierung ist die Voraussetzung für ein glückliches Hundeleben und ein erfolgreiches Zusammenleben von Mensch und Hund.In der relativ kurzen Zeitspanne der ersten drei bis vier Monate bildet sich das Verhaltensmuster des Hundes gegenüber Artgenossen und Menschen aus. Deshalb sind hier besonders die Züchter, aber nach der Übernahme der Welpen auch die Besitzer gefordert.Welche Faktoren und Maßnahmen von Wichtigkeit sind, wird im folgenden kurz erläutert:

Vertrauen ist die Basis einer jeden Beziehungsaufnahme. Die Bindungsfähigkeit des Welpen wird durch Strafen nicht gefördert, deshalb sollten sie unterbleiben und durch Loben und Belohnen auch von spontan erfolgtem erwünschtem Verhalten ersetzt werden. Vorausschauende Umsicht des Menschen , d.h. Wegräumen gefährlicher und gefährdeter Dinge, ausreichende Möglichkeiten zur Erleichterung des Welpen reduziert die möglichen Konfliktsituationen. Nach der Abgabe sollte der neue Besitzer die Rolle der Mutterhündin übernehmen und dem kleinen Hund Sicherheit und Schutz bieten, d. h. das Tier zumindest in den ersten Tagen nicht allein lassen -auch nicht der Nacht.

Sozialverhalten gegenüber Menschen ist bereits beim Züchter eingeübt worden und soll ausgedehnt werden, indem der Welpe mit Menschen des verschiedensten Alters und Aussehens Kontakt pflegt, -aber immer unter Aufsicht und in angemessenem (langsamen) Schritten! Der Hund soll dabei die Initiative ergreifen können.    s. Stress.

Der Welpe soll im Umgang mit gleichaltrigen und erwachsenen Hunden die Möglichkeit haben die Hundesprache -seine Umgangsformen zu differenzieren und korrektes Sozialverhalten gegenüber Hunden zu erlernen. Fremde Hunde sollten dabei ein  normales  Sozialverhalten zeigen, der Kontakt überwacht werden, denn der sogenannte Welpenschutz existiert nicht.

Die Beißhemmung gegenüber Mensch und Tier ist dem Hund nicht angeboren, sie muss von ihm erlernt  und im Laufe seines Lebens immer wieder gefestigt werden.

Auch die Impulskontrolle sollte frühzeitig eingeübt werden, der Welpe muss in einer Bewegung innehalten können, sich ruhig verhalten (z.B. Sitz) und sich selbst kontrollieren und eigene Wünsche (Impulse) zurückstellen können.

An die verschiedenen Umweltreize (Lärm, fahrende Autos, verschiedene Gerüche,...) ist der Welpe möglichst frühzeitig zu gewöhnen, allerdings ohne ihn dabei zu überfordern.

Allgemein gilt:

jedes erwünschte Verhalten fördern                 unerwünschtes Verhalten vermeiden oder ignorieren    negative Erfahrungen vermeiden

und: sozial ist nicht gleichbedeutend mit gesellig!

 

 

 

sozialisierung

und

habituation

bei

junghunden